Dienstag, 13. Juni 2006 (Westfälische Rundschau)

Lünen. Wie das Ordnungsamt der Stadt Lünen mitteilte, würden bei der WM-Party am Cappenberger See regelmäßig Lärmmessungen durchgeführt. Die Werte würden unterhalb der Grenze des Erlaubten liegen.
(AGr) Dr. Goesta Schimanski, Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, appelliert an die Besucher von WM-Partys, auf genügend Abstand zu den Übertragungslautsprechern zu achten bzw. gegebenenfalls Ohrstöpsel zu tragen. Anlass seines Appells: Gestern suchten unabhängig voneinander drei junge Frauen seine Praxis auf, bei denen er ein Lärmtrauma diagnostiziert habe.
In allen drei Fällen hätten die Patientinnen übereinstimmend von der lauten Übertragung des Spiels Deutschland gegen Costa-Rica am Freitag bei der WM-Party am Cappenberger See berichtet. Anschließend hätten sie mehrere Tage Ohrengeräusche, Druck und Taubheitsgefühl gehabt, so Dr. Schimanski. Die Patientinnen bräuchten glücklicherweise keine gesundheitlichen Folgeschäden fürchten.