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Nach der Operation
Während der ersten 1 bis 3 Wochen kann es bei den relativ großen,
unter der Haut und Ohrmuschel gelegenen Wundächen zu Schwel-
lungen bzw. zu einem Bluterguss kommen. Auch kann die Verfärbung
in der Ohrmuschel oder hinter dem Ohr durch Bluterguss bei gleich-
zeitiger blutiger Absonderung aus dem Gehörgang beim Patienten
Sorge hervorrufen. Diese Symptome sind jedoch normal, die Sorge
ist in der Regel unbegründet. Die täglichen Visiten durch uns und
die Ohrpege durch die Schwestern/Peger gewährleisten, dass
Unregelmäßigkeiten im Heilungsprozess rechtzeitig erkannt und im
Bedarfsfall therapiert werden können.
Die tägliche Pege mit Fettcreme oder Salbe nach der Entlassung
ist bei dieser Operation besonders wichtig (siehe Seite 20 „Nach der
Entlassung“)!
Nach 1 bis 2 Monaten sollten auch die letzten Krusten im Wundgebiet
abgelöst sein, und die anfänglich taube Ohrmuschel hat ihr normales
Empnden wiedererlangt.
Über 90 % unserer Patienten können nach der Behandlung wieder
ohne Schutz duschen, baden bzw. schwimmen gehen.
Regelmäßige HNO-Kontrollen, wenn möglich auch bei uns, sind in
Abständen von 6 bis 12 Monaten über den Zeitraum von 5 Jahren
dringend zu empfehlen. In wenigen Fällen ist bei allen guten Ergeb-
nissen trotzdem eine Nachoperation erforderlich. Je eher ein Befund
entdeckt wird, der eine erneute Operation notwendig macht, umso
günstiger ist das für den Ablauf, die Dauer und den operativen Auf-
wand des Zweiteingriffs.
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