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MITTELOHR
Als Anfangssymptom wird von den Patienten nicht
selten ein Rauschen in den Ohren angegeben. Nach
unserer Erfahrung wird dieses Ohrgeräusch (Tinni-
tus) durch die Operation günstig beeinusst. Die
meisten Patienten verlieren es durch die Operati-
on, bei einem Teil wird es gemildert. Tinnitus ist
in der Regel ein subjektives Empnden. Er ist mit
heutigen medizinisch-technischen Methoden ob-
jektiv nicht messbar. Vor oder bei der Operation
kann also nicht festgestellt werden, bei wem und
in welcher Weise das Ohrgeräusch beeinusst wird.
Grundsätzlich kann bei Vorliegen einer Otoskle-
rose ein Hörgerät nicht empfohlen werden, denn
unter dem Tragen eines Hörgerätes schreitet der
Otoskleroseprozess unverändert weiter. Über
viele Jahre kann so durch gleichzeitige, stetige In-
nenohrverschlechterung eine Taubheit entstehen,
die auch durch eine Operation dann nicht mehr
behoben werden kann. Die rechtzeitige Operation ist nach unserer
medizinischen Erfahrung der einzig sinnvolle Weg der Behandlung mit
einem normalen Heilungsverlauf in 98 % der Fälle.
Operation: Stapedotomie / Stapedektomie
Der stationäre Aufenthalt beträgt etwa 5 Tage. Da es nach dieser
Operation zu Schwindel kommen kann, ist diese Dauer des statio-
nären Aufenthaltes sinnvoll und auch bei subjektivem Wohlbenden
anzuraten.
Die Operation erfolgt mit en-Hautschnitt in LA.
normaler Steigbügel im Größenvergleich
mit einer 1-Cent-Münze
HINWEIS
  Eine unbehandelte
Otosklerose kann zur
Taubheit führen.
  Eine Hörhilfe verhindert
nicht die zunehmende
Schwerhörigkeit.
  98 % aller Fälle haben
einen normalen Heilungs-
verlauf.
  Eine Prognose bei Tinni-
tusbeschwerden ist nicht
möglich.
Foto: www.mittelohr.de
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