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„Narbenpfropf“ eine deutliche, teilweise nicht
unerhebliche Schallleitungsschwerhörigkeit.
Operation:
Plastische Gehörgangsrekonstruktion
Abhängig vom individuellen Befund wird LA oder
ITN gewählt und über stationäre oder ambulante
Operation entschieden.
Häug ist die Entfernung des Narbengewebes
schwierig. Das Trommelfell darunter ist oft intakt.
Der Bereich des freigemachten Gehörgangs und
das Trommelfell sind jetzt ohne Hautabdeckung.
Nach Erweiterung des Gehörgangs werden Bindegwebeläppchen, die
aus dem Hautschnitt entnommen werden, und Hauttransplantate von
der Ohrmuschelrückseite auf den freiliegenden Knochen des Gehör-
gangs und auf das Trommelfell gelegt. Dadurch soll ein Wiederauftre-
ten der Stenose/Obliteration vermieden werden. Nach der Operation
werden Silikonfolien und Gelatineschwämmchen für 2 bis 3 Wochen
in den Gehörgang eingelegt.
Die statistische Auswertung unserer Operationen weist eine gute Ab-
heilung in 60 bis 70 % der Fälle auf, verbunden mit einem normalen
Gehör.
Es ist jedoch bekannt, dass jedes Narbengewebe während der bis zu
6 Monate anhaltenden Heilung individuell eine mehr oder weniger
starke Tendenz zur Schrumpfung hat. Dies würde im ungünstigen Fall
zu einer zirkulären (ringförmigen) Stenose im Gehörgang führen.
Darüber hinaus sind leider auch nach einem beschwerdefreien In-
tervall von manchmal 1-2 Jahren wieder erneute Entzündungen des
Gehörgangs ohne erkennbare Ursache vorgekommen, sodass dann der
Prozess von neuem beginnt.
Aus diesem Grund sind Nachkontrollen (nach Möglichkeit bei uns) in
bestimmten Abständen unerlässlich. Die Nachbehandlung kann sich
im Extremfall über viele Monate hinziehen.
GEHÖRGANG
HINWEIS
  Gehörgangsobliterationen
neigen gehäuft zu Rezi-
diven (erneutem Auftreten).
  Nachuntersuchungen
können helfen ein Rezidiv
rechtzeitig zu erkennen.
  Regelmäßige Kontrollen
über mindestens 2 Jahre
sind zu empfehlen.
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