Sprechstundenzeiten

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Mittwoch: 9-12h
Freitag: 9-14h

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Septumplastik

Ursachen

Die häufigsten Veränderungen im Inneren der Nase sind Verkrümmungen und/oder Spornbildung (Auswüchse) der Nasenscheidewand. Sie können angeboren sein, sind aber meistens durch äußere Einflüsse (sogen. Trauma z.B. beim Sport, Sturz o.a.) verursacht. 

Folgen

Im Vordergrund steht die Behinderung der Nasenatmung mit häufig nachfolgender Vergrößerung der Nasenmuscheln. Wie dort erwähnt, sind dann chronische Rachen- und Kehlkopfentzündungen mit Trockenheitsgefühl, Räusperzwang, Heiserkeit und vor allem Schnarchen zu erwarten.

Neben der Nasenatmung kann durch die Septumveränderungen auch die Belüftung bzw. Drainagefunktion der Nasennebenhöhlen gestört sein. Die Folge sind chronische Nasennebenhöhlenerkrankungen. Daher werden Operationen am Nasenseptum bei uns häufig zusammen mit Nebenhöhlenoperationen in einer Sitzung durchgeführt. 

Behandlungsziel 

Um die Behinderung der Nasenatmung zu beseitigen, ist eine Operation notwendig. Das Ziel ist die Begradigung der Scheidewand, um dadurch einen freie Luftdurchgängigkeit zu gewährleisten. Ob die eingetretenen Folgebeschwerden oder –erkrankungen beseitigt werden können, kann nicht vorhergesagt werden. Das hängt häufig entscheidend von der Dauer der Beschwerden ab.

Diagnostik

Vor jeder (Nasen-)Septumplastik ist in der Regel eine Röntgendiagnostik erforderlich, um abzuklären, ob z.B. im Bereich der Nebenhöhlen Folgeerkrankungen entstanden sind. 

Operationsablauf

Die Operation einer Nasenscheidewand wird als (Nasen-)Septumplastik bezeichnet. 

Der Eingriff erfolgt bevorzugt unter stationären Bedingungen in Vollnarkose.  Es ist dabei nur ein kleiner Schleimhautschnitt im Naseninneren notwendig. Dadurch entstehen keine sichtbaren Narben. Von diesem Schnitt aus wird der Septumknorpel  bzw. –knochen freigelegt. Die verkrümmten Anteile können dann herausgenommen und als begradigte Fragmente wieder eingesetzt werden. 

Durch das Einbringen dünner und weicher Stützfolien („Septumsplints“) auf beiden Seiten kann die Nasenscheidewand dann gerade einheilen, ohne ein erneutes Abrutschen oder Verwachsungen befürchten zu müssen. In der Regel wird eine lockere Nasentamponade bds. eingelegt und die Nase von außen mit Pflaster versehen.

Der Eingriff erzeugt in der Regel keine nennenswerten Schmerzen, Schwellungen oder Blutergüsse.

Meistens können die Patienten schon direkt nach der Entfernung der Tamponade am 1. oder 2. Tag  nach der Operation deutlich besser durch die Nase atmen. Das hängt natürlich von Schwellungen und von unterschiedlich auftretenden Krustenbildungen in der Nase ab. Die Stützfolien werden nach etwa einer Woche wieder entfernt.

Die Nachbehandlungszeit ist in der Regel nach ca. zwei Wochen abgeschlossen.

Risiken

Risiken und Komplikationen sind sehr selten. Es können Missempfindungen oder Sensibilitätsstörungen bis hin zu einem tauben Gefühl im Bereich der Schneidezähne des Oberkiefers bemerkt werden. Sie halten in aller Regel nur einige Tage bis wenige Wochen an. Weitere, extrem selten auftretende Komplikationen können eine nochmalige Operation nach sich ziehen: 

  • Septumperforation (Loch in der Scheidewand), 
  • Eiteransammlung unter Schleimhaut (Septumabszess)
  • Abrutschen des aufgebauten Septums.