Sprechstundenzeiten

Montag, Dienstag, Donnerstag: 9 - 12h und 14-17h
Mittwoch: 9-12h
Freitag: 9-14h

Bitte vereinbaren Sie nach Möglichkeit vorher telefonisch einen Termin, weitere Sprechstundenzeiten nach Vereinbarung.

Weitere aktuelle Informationen und kurzfristige oder vorübergehende Änderungen der Sprechzeiten finden Sie unter Aktuelles.

Rhinoplastik

Ursachen

Anlass für Operationen der äußeren Nase sind in der Regel Formstörungen. Die Art der Formstörungen sind sehr zahlreich und können auch kombiniert vorkommen: Höckernase, Langnase, Schiefnase, Sattelnase oder Breitnase. Sie können angeboren, aber auch erworben sein, z.B. nach einer Verletzung im Mittelgesichtsbereich. 

Folgen

Als Sitz im Zentrum des Gesichts hat die Nase erheblichen Einfluss auf den Gesamteindruck des Gesichts. Formstörungen können sich so nachteilig auf das Selbstwertgefühl von Patienten auswirken. 

Unter Umständen sind die Formveränderungen so ausgeprägt, dass dadurch auch die Funktion der Nase beeinträchtigt ist. 

Behandlungsziel

Die Rhinoplastik ist der Fachbegriff für die Operationen der äußeren Nase. Sie hat das Ziel, die Form der Nase und damit die Ästhetik zu korrigieren. Sie gehört zum Bereich der kosmetischen Operationen. Ist die Formänderung so stark ausgeprägt, dass dadurch auch die Funktion beeinträchtigt ist, geht der Eingriff über die rein ästhetisch-kosmetische Operation hinaus. Da die Nase ein sehr komplexes Gebilde ist, ist es oft nicht wirklich möglich, eine klare Trennlinie zwischen rein ästhetisch-kosmetischen und rein funktionellen Operationen zu ziehen. Eine gewissenhaft durchgeführte Nasenoperation, egal ob funktionell oder ästhetisch, müssen immer beide Aspekte berücksichtigen und ihnen in ausgewogener Weise gerecht werden. So spricht man in diesem Zusammenhang von der Septorhinoplastik: neben der äußeren Form wird dabei auch die innere Anatomie der Nase, z.B. das Nasenseptum (Scheidewand) korrigiert.

Information!

  • „Plastische Chirurgie“ umfasst alle Eingriffe, die korrigieren und wieder aufbauen (Rekonstruktion).
  • Das bedeutet nicht, dass Kunststoffe, also „Plastik“ verwendet wird. 

Planung und Diagnostik

Eine gute Rhinoplastik erfordert eine intensive Planung, bei der vor allem der Wunsch des Patienten berücksichtigt werden muss. Dazu hat sich die präoperative Fotodokumentation der Nase aus verschiedenen Perspektiven bewährt. Anhand der Fotos haben Sie als Patient die beste Möglichkeit, Ihre Wünsche zu vermitteln. Während des Beratungsgesprächs fertigen wir mit Ihnen zusammen eine Computersimulation z.B. des Nasenprofils an. Anhand dieser Simulation klären wir Sie genau über die Möglichkeiten, Grenzen und Risiken auf. Gleichzeitig erstellen wir einen Operationsplan mit anatomischen Skizzen und erklären Ihnen alle notwendigen Operationsschritte. Es ist uns dabei sehr wichtig, dass Sie genau verstehen was wir tun und auf was Sie sich dabei einlassen. 

Operationsablauf

Die Rhinoplastik erfolgt bei uns stationär und immer in Vollnarkose. Der Eingriff kann bei sehr umfangreichen Maßnahmen länger als zwei Stunden dauern. Davon werden sie jedoch wegen der Vollnarkose nichts  mitbekommen. Nach der Narkoseeinleitung wird eine lang wirksame örtliche Betäubung in die Nasenweichteile injiziert. Wir erreichen dadurch eine geringere Blutung und Verringerung der Schmerzempfindlichkeit im Operationsgebiet, was eine geringere Narkosetiefe erlaubt. Danach erfolgt die Eröffnung bzw. die Freilegung der zu behandelnden Nasenstrukturen. Dies erfolgt, je nachdem was bei der Planung festgelegt wurde, über eine geschlossene oder offene Schnitttechnik. 

Die offene Technik bietet viele Vorteile bei komplexeren, d.h. umfassenderen Eingriffen, insbesondere bei Veränderungen an der Nasenspitze. Die dabei entstehende Narbe am Nasensteg des Naseneinganges verheilt zuverlässig unsichtbar. Im weiteren Verlauf der Operation werden die formgebenden Strukturen der Nase wie Nasenbein, knorpeliger Nasenrücken, Flügelknorpel (und bei Septorhinoplastiken die Nasenscheidewand) mit Feilen, kleinen Meißeln und Nähten in die gewünschte Form gebracht. Abschließend werden die Haut- und Schleimhautzugänge vernäht und die Nase von außen verpflastert, sowie der Nasenrücken mit einem leichten Kunststoffgips versorgt und so in Form gehalten.

Nach der Operation

Trotz vieler verwirrender Behauptungen über die Schmerzhaftigkeit von Rhinoplastiken können wir aus Erfahrung sagen, dass es sich bei der Rhinoplastik, wie im Übrigen bei allen anderen Nasenoperationen auch, um Eingriffe ohne beeinträchtigende oder starke postoperative Schmerzen handelt. 

Nach der Rhinoplastik kann es zu Schwellungen und Blutergüssen (Hämatomen) um Nase und Augen, sowie im Wangenbereich kommen, was jedoch in der Regel nicht als schmerzhaft wahrgenommen wird. Wie bei jeder Schwellung können ein individuell unterschiedliches Druck- und ein oberflächliches Taubheitsgefühl vorhanden sein. Um die Schwellung möglichst gering zu halten, ist es wichtig, dass Sie die Nase in den ersten 48 Stunden gewissenhaft kühlen. Entsprechende Kühlmanschetten, die sie regelmäßig wechseln sollten, werden Ihnen vom Pflegepersonal auf der Station zur Verfügung gestellt.

Weitere Pflegemaßnahmen werden Ihnen je nach Operation mitgeteilt. Bei Unklarheiten fragen Sie bitte nach.

Eine Woche nach der Rhinoplastik erfolgt der erste Gipswechsel. Dabei werden auch die Fäden und nach einer Septorhinoplastik die inneren Stützschienen (siehe Septumplastik) entfernt. Meistens wird dann noch einmal ein kleinerer Nasengips für eine weitere Woche angebracht. Anschließend erfolgt die endgültige Gipsentfernung. Dabei werden wir auch erste Verlaufsfotos anfertigen. Weitere Fotodokumentationen folgen nach ca. zwei und sechs Monaten. In dieser Zeit kommt es immer noch zu minimalen Veränderungen, was mit dem Ausmaß des Eingriffes, der jeweiligen Heilung und den individuellen Voraussetzungen wie der Hautdicke zusammenhängt. Bis die Nase ihre endgültige Form angenommen hat, können bis zu 9 Monate vergehen.

Risiken

Die Vorgehensweisen bei Rhinoplastiken haben sich in der Vergangenheit stetig verändert und werden sich auch in der Zukunft noch weiterentwickeln. Obwohl die heutigen Techniken der Rhinoplastik selbst erhebliche Veränderungen kontrolliert korrigieren können, haben auch die fortgeschrittensten Methoden ihre Grenzen. Extrem selten auftretende Komplikationen können eine nochmalige Operation nach sich ziehen: 

  • Subjektiv nicht zufriedenstellendes kosmetisches Ergebnis

Bei Septorhinoplastik:

  • Septumperforation (Loch in der Scheidewand),
  • Eiteransammlung unter Schleimhaut (Septumabszess)
  • Abrutschen des aufgebauten Septums.
  • Subjektiv nicht zufriedenstellendes kosmetisches Ergebnis.