Sprechstundenzeiten

Montag, Dienstag, Donnerstag: 9 - 12h und 14-17h
Mittwoch: 9-12h
Freitag: 9-14h

Bitte vereinbaren Sie nach Möglichkeit vorher telefonisch einen Termin, weitere Sprechstundenzeiten nach Vereinbarung.

Weitere aktuelle Informationen und kurzfristige oder vorübergehende Änderungen der Sprechzeiten finden Sie unter Aktuelles.

Nasenchirurgie

Stationär

Am Nachmittag nach der Operation kann der Patient bereits aufstehen, in den nächsten Tagen spazieren gehen und nach wenigen Tagen das Krankenhaus verlassen. Bei unseren täglichen Visiten nutzen Sie bitte die Gelegenheit uns Fragen zu stellen oder etwaige Probleme zu schildern. 

Nach der Operation können Wundschmerzen auftreten, die im Gegensatz zu vielen anderen Operationsgebieten im Nasenbereich meistens relativ gering sind. Der Patient sollte sich bei beginnenden Schmerzen bei der Stationsschwester melden.

Sollte eine Nasentamponade eingelegt worden sein, ist die Nase auch mit einem Pflasterverband versehen. In den ersten Tagen nach der Operation sind ein Druckgefühl im Nasen- und Stirnbereich und eine wässrig-blutige Absonderung aus der Nase normal. Um den unangenehmen Zustand der völlig verstopften Nase zu kurz wie möglich zu halten, entfernen wir beides in der Regel -im Gegensatz zu vielen anderen Kliniken- schon am 1. Tag nach der Operation. Ausnahmen werden mit Ihnen besprochen und sind auch bei den entsprechenden Operationsarten extra erwähnt.

Die Entfernung der Tamponade kann zwar subjektiv unangenehm sein, ist aber weit weniger schmerzhaft als allgemein angenommen. Das liegt an der speziellen Tamponade, die wir mit dünnem latexähnlichen Material überziehen. Die Tamponade klebt dadurch nicht an den Wunden im Naseninneren und gleitet leichter heraus. Nach der Tamponadeentfernung bessern sich die o.g. Beschwerden von Tag zu Tag.

Am Tag nach der Operation wird in der Regel die erste Untersuchung in unserer Praxis durchgeführt. Bis zum Entlassungstag erhalten Sie dann auch den Termin zur ersten Nachuntersuchung nach der Entlassung.

Ambulant

Bei einem ambulanten Eingriff ist zu beachten, dass wegen der Beruhigungs- bzw. Narkosemedikamente und Schmerzmittel das Reaktionsvermögen beeinträchtigt sein kann. Daher ist in den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr nicht erlaubt. In diesem Zeitraum sollten auch keine wichtigen Entscheidungen getroffen werden. Kinder sind unter ständiger Aufsicht zu halten. Allein lebende Patienten oder wenn Angehörige sich nicht in der Lage fühlen, Sie als operierten Patienten zu umsorgen, sowie Patienten, die nicht mit dem Auto abgeholt werden können, sollten uns unbedingt darauf ansprechen!

Achtung !

  • Auch nach ambulanter Operation kann Ihr Reaktionsvermögen für 24 Stunden beeinträchtigt sein!
  • Allein lebende Patienten oder Patienten, die nicht mit dem Auto abgeholt werden können, sollten uns unbedingt darauf ansprechen!

Allgemeine Nasenpflege nach der Operation

Sie haben im Krankenhaus Nasenspray, Nasensalbe und Spüllösung erhalten. Die Pflege mit der „weichen“ Nasensalbe –mehrmals täglich- ist wichtig, um die entstehenden Krusten in dem Naseninneren aufzuweichen. Unterstützt wird diese Pflege mit Spüllösung und bei Schwellungen der Schleimhäute mit Nasenspray. Das Spray kann besonders nachts von Nutzen sein.

Grundsätzlich gilt bei der Rhinochirurgie: Nase Hochziehen ist erlaubt! Nase Schnäuzen (Ausblasen) sollte in den ersten 2-3 Wochen unbedingt vermieden werden, da dabei Krusten/Borken im Naseninneren abgerissen werden können. Das kann unangenehme Blutungen provozieren.

Wichtig!

  • In der ersten Zeit nach der Operation Naseschnäuzen (Ausblasen) vermeiden!
  • Nase Hochziehen ist erlaubt!

Nach der Entlassung

Führen Sie die oben beschriebene Nasenpflege regelmäßig weiter. Auch wenn bei bestimmten Operationen der Nasensteg und die Nasenspitze bei Berührung besonders schmerzempfindlich sind, sollten Sie Krusten, die sich besonders im Naseneingang bilden, sorgfältig und intensiv mit der Salbe weich halten. Der erste Kontrolltermin in unserer Praxis ist für den weiteren Heilungsverlauf und das Resultat der Operation besonders wichtig. Wir können Ihnen dann auch je nach Heilungsverlauf mitteilen, ob Sie die Nasenpflege verbessern oder wie oft Sie sie noch durchführen sollten.

Nach 2 Wochen darf wieder mit leichter sportlicher Betätigung begonnen werden. Spätestens 4 Wochen danach kann auch dosiert mit intensiver körperlicher Belastung angefangen werden. Eine Ausnahme kann der Tauchsport sein, bei dem ja extreme Druckbelastungen im Nebenhöhlenbereich und vor allem bei Tubenbelüftungsstörungen  im Mittelohr auftreten können. Sprechen Sie mit uns, bevor Sie diese Sportart ausüben wollen, da wir beurteilen können, ob Risiken wegen des Operationsbefundes bestehen.

Arbeitsunfähigkeit

Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) wird je nach Operation für 1-3 Wochen ausgestellt. Sollten Sie keine AU brauchen, teilen Sie uns das vorher mit.  

Weiter- und Nachbehandlung

Sollten Sie von einem HNO-Arzt zu uns überwiesen worden sein, liegt die weitere Behandlung am besten in den Händen Ihres HNO-Arztes am Heimatort. Wir schicken den Operationsbericht nach der Entlassung aus dem Krankenhaus an Ihren Hausarzt / Facharzt. In Ausnahmefällen sind bei Wundheilungsstörungen Zwischenkontrollen bei uns sinnvoll. Sie sollten mit Ihrem HNO-Arzt abgesprochen sein.

Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass auch in der Folgezeit, z. B. während einer Erkältung heftiges Schnäuzen unterbleibt und die Nasenatmung im Bedarfsfall mit Nasenspray frei gemacht wird.

Dieser Hinweis ist übrigens nicht nur für Patienten wichtig, bei denen eine Nasenoperation durchgeführt wurde; es betrifft alle, da nach unserer Erfahrung viele Nebenhöhlen- und auch Mittelohrentzündungen durch zu heftiges oder falsches Schnäuzen bei Erkältungskrankheiten auftreten.

Es ist dringend angeraten, bis zur völligen Abheilung in regelmäßiger fachärztlicher Behandlung zu bleiben. Wundheilungsstörungen können zu dauerhaften Beschwerden (z.B. Verkrustungen) führen. Nach einer Operation von Nasenpolypen ist z.B. die regelmäßige Kontrolle der Nasenhaupthöhlen und der Zugänge zu den Nebenhöhlen mit dem Endoskop unerlässlich, um freie Belüftungswege zu gewährleisten. Rechtzeitig entdeckte und richtig behandelte Störungen der Wundheilung können erneute Operationen vermeiden helfen!

Information!

  • Regelmäßige Nachbehandlung kann die Heilungszeit verkürzen und helfen, Wundheilungsstörungen zu vermeiden.
  • Regelmäßige Nachkontrollen lassen Rezidive (erneute Erkrankung) rechtzeitig erkennen