Sprechstundenzeiten

Montag, Dienstag, Donnerstag: 9 - 12h und 14-17h
Mittwoch: 9-12h
Freitag: 9-14h

Bitte vereinbaren Sie nach Möglichkeit vorher telefonisch einen Termin, weitere Sprechstundenzeiten nach Vereinbarung.

Weitere aktuelle Informationen und kurzfristige oder vorübergehende Änderungen der Sprechzeiten finden Sie unter Aktuelles.

Nasenchirurgie

Was muss beachtet werden, wenn der Arzt zu einer Operation rät?

Bevor die wichtigsten Erkrankungen der Nase und ihrer Nebenhöhlen, die von uns operativ behandelt werden können, erläutert und Sie über die verschiedenen Operationen informiert werden, zunächst einige allgemeine Anmerkungen.

Chancen und Risiken einer Operation

Häufig erwarten Patienten eine Garantie für den Erfolg. Im medizinischen Bereich können jedoch weder Garantien, noch Sicherheiten oder Versprechungen gegeben werden, da die Heilung nach einer Operation von vielen individuellen Einflüssen abhängig ist. In manchen Fällen setzt sich ein Beschwerdebild auch aus mehreren einzelnen Ursachen zusammen, die oft vorher nicht genau abgrenzbar sind. So kann eine Operation dann nur eine Teilursache beheben. Auch die Veranlagung des Patienten kann eine Rolle spielen, z.B. bei Nasenpolypen. Der Operateur kann darüber hinaus nur aus dem, was bereits vorhanden ist, das „Beste“ machen. Das gilt sowohl für Eingriffe an der äußeren Nase, als auch für die Operationen im Naseninneren. Im Gegensatz zu einem Künstler, der aus dem „Nichts“ z.B. ein Gesicht mit ausgewogener Nase formen kann, muss der Operateur die vorhandene Gegebenheiten so verändern, dass der Patient mit der äußeren Form oder/und mit der Funktion, nämlich der Luftdurchgängigkeit zufrieden ist. Das ist um ein Vielfaches schwieriger.

Eine ganz wichtige Rolle für die Chancen, die Beschwerden so weit wie möglich zu beheben, spielt ihre Dauer. Je länger ein krankhafter Befund besteht, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Folgeerkrankungen einstellen. Diese sind in vielen Fällen nicht mehr rückgängig zu machen. 

Wir können auf Grund unserer langjährigen Erfahrung sagen, dass ein normaler Heilverlauf je nach Operationsart in  über 90% zu erwarten ist. Wie bei allen chirurgischen Eingriffen ist das Mitwirken des Patienten vor allem bei der Nachbehandlung unbedingt notwendig. Die Befolgung der ärztlichen Empfehlungen ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine gute Heilung.

Es ist eine allgemein gültige juristische und ärztliche Regel und Forderung, dass Sie nach dem Aufklärungsgespräch mit uns durch Ihre Unterschrift bestätigen, dass Sie die aktuell gültigen Aufklärungsvordrucke mit unserer handschriftlichen Aufklärungsdokumentation erhalten haben. Diese Broschüre ersetzt die Aufklärungsformulare nicht.

Ganz allgemein gelten für operative Eingriffe in der Rhinochirurgie –wie bei den meisten Operationen- folgende Risiken:

  • Blutungen (Hämatome) der Haut und/oder Schleimhaut
  • Schwellungen (Ödeme)
  • Nachblutungen
  • Wundheilungstörungen mit Wundinfektionen
  • Erneutes Auftreten der Erkrankung (Rezidiv)
  • Narbenbildung,-wucherung (Keloid) 
  • Todesfolge z.B. durch eine Vollnarkose

Auch wenn bei uns vor allem die zuletzt genannte Komplikation glücklicherweise noch nicht aufgetreten ist, so dürfen wir nicht behaupten, dass Komplikationen nicht doch trotz aller Sorgfalt und Erfahrung irgendwann einmal eintreten. Generell kann gesagt werden, dass das allgemeine Risiko im Leben –und daran sind wir gewöhnt- zu verunglücken größer ist als die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem erfahrenen Operateur eine ernste oder bedrohliche Komplikation eintritt. Auszuschließen ist dieser Fall jedoch nie.

Weitere, spezielle Risiken/Komplikationen werden bei den einzelnen Operationen erwähnt.