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Mittwoch, 23. Juni 2010

BRAMBAUER • Hellhörig reagiert die internationale Ohren-Chirurgie auf das Mittelohr-Chirurgie-Zentrum von Dr. med. Goesta Schimanski im Brambauer Krankenhaus.

Der 30-jährige Dr. Andrewj Davidov, Assistenzarzt am Krankenhaus von Tomsk, Sibirien, und Facharzt für Rhino-Chirurgie (Nasen-Chirurgie) hospitierte zwei Tage bei Dr. Schimanski im Krankenhaus. Gefördert von der Europäischen HNO-Gesellschaft, war Dr. Davidov zehn Tage Gast der Technischen Hochschule Hannover.

Der Wunsch des russischen HNO-Facharztes, HNO-Belegarzt Dr. Schimanski über Skalpell und Schulter zu sehen (gestern assistierte er ziemlich beeindruckt bei sechs Operationen) folgerte aus einem Operationskurs und Fachreferate, die der Brambauer Spezialist vor zwei Jahren vor 150 russischen Ärzten in St. Petersburg gehalten und damit großen Anklang gefunden hatte. „Natürlich tut es der Psyche gut, international anerkannt zu werden", meinte Dr. Schimanski, als wir ihn gestern mit Dr. Andrewj Davidov vor der OP-Tür in ein Gespräch zogen.

Mit über 600 Ohroperationen im Jahr weist auch die Statistik den Brambauer Experten als einen viel gefragten Arzt aus. Die von Dr. Schimanski angewandte Mikro-Chirurgie zur Beseitigung der Schwerhörigkeit und Wiederherstellung des Hörvermögens bei perforiertem Trommelfell wurde in den 50-er Jahren im Jung-Stilling-Krankenhaus in Siegen von Professor Wullstein begründet („Tympanoplastische Mittelohr-Chirurgie"). Wullstein-Schüler Dr. Heinrich Gerlach wiederum war ein Lehrer von Goesta Schimanski, der dem Krankenhaus neben seinem medizinischen Renommee auch „wirtschaftliche Vitamine" zuführt.

Im Gespräch mit unserer Zeitung betonte Dr. Andrewj Davidov in englischer Sprache, wie wichtig für ihn dieses Hospitieren in Brambauer sei. Zumal, wie er sagte, man eine solche Bündelung an praktischer Anleitung und chirurgischen Finessen aus keinem Lehrbuch der Welt beziehen könne.

Der russische Arzt äußerte die Hoffnung, Dr. Goesta Schimanski in nicht allzu ferner Zukunft in seiner sibirischen Heimat begrüßen zu können, wo er eine Art Mittelohr-Workshop halten möge, damit auch andere junge Ärzte von diesem Standard profitieren könnten.