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Samstag, 13. September 2008 (WAZ)

Goesta Schimanski (2v.l.) mit den Gästen aus Großbritannien, Indien und von der Uni Stuttgart.

BRAMBAUER ■ (os) Wenn Besuch aus fernen oder etwas näheren Ländern zur „Klinik am Park“ nach Brambauer kommt, dann liegt das meistens an der Hals-, Nasen-, Ohren-Belegabteilung. Dort sind jetzt nicht nur Ärzte aus Indien und England zu Gast gewesen, sondern auch Stuttgarter Maschinenbauer.

Zusammen mit einer Gruppe von Briten waren die Inder am Mittwoch bereits angekommen, um am Donnerstag und Freitag bei Operationen am Mittelohr zuzusehen. Später konnten sie auch selbst „operieren", allerdings nicht am echten Patienten. „Das ist interessanter und lehrreicher, als Schulungen, die sich nur auf Flachbildschirmen abspielen", so Dr. Goesta Schimanski, HNO-Belegarzt der „Klinik am Park“.

Viermal im Jahr veranstaltet er internationale Arbeitskreise. Besuch aus Indien war aber auch für ihn eine Premiere. „Für uns war das sehr interessant", so Vishai Kishore Magdum, einer der Ärzte aus Indien, der die Techniken, wie sie in Brambauer eingesetzt werden, erlernen möchte. Er kenne auch andere deutsche Kliniken, doch hier werde ganz anders gearbeitet, was sehr interessant sei. „Für uns ist auch die Organisation dieses Hauses beeindruckend", so Dr. David Gatland vom Southend University Hospital bei London. „Hier werden morgens fünf Ohren operiert, wir schaffen vielleicht zwei. Hier ist man sehr effizient."

Dass auch Maschinenbauer dieses Mal teilnahmen, mag erst einmal ungewöhnlich klingen. Dies ändert sich, betrachtet man ihr Spezialgebiet: Dr. Albrecht Eiber, akademischer Direktor des Instituts für technische und numerische Mechanik der Uni Stuttgart, und Doktorand Michael Lauxmann befassen sich nämlich mit der Mechanik und Mathematik des Hörens. Sie erforschen den Hörvorgang aus mechanischer Sicht, um so letztlich neue Implantate zu entwickeln oder andere verbessern zu können. Dabei kommt heutzutage verstärkt der Computer zum Einsatz, sodass Implantate bereits vorgetestet sind, bevor sie Menschen implantiert werden.

Bereits seit rund 15 Jahren arbeitet Schimanski mit der Uni Stuttgart und Dr. Eiber zusammen. Im Rahmen dieser Kooperation ist ein häufig zum Einsatz gekommenes Implantat deutlich verbessert worden. Generell liegt Schimanski auch daran, auf diesem Weg und über die Schulungen Implantate zu entwickeln, die nicht nur absolute Spezialisten einsetzen können. „Wissen Sie, ein Ferrari ist eine tolle Sache, aber sehr schwer zu fahren. Einen Golf kann jeder fahren."