Sprechstundenzeiten

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Samstag, 16. September 2006 (Ruhrnachrichten)

Freibad. Wünsche. Passt.
Freibad. Große Sprünge. Passt nicht.
Die Fragebogen-Aktion des Fördervereins hat weder die Existenzsorgen des Freibads pulverisiert, noch hat sie etwas mit der gefühlten politischen Temperatur bezüglich Sein oder -vielleicht mal Gewesensein des hübschen Plätscher-Pools in Tockhausen zu tun.

Also nur mal eben den Finger in den Wind, die Nase in den Duftstrom stecken, was sich die Leute so wünschten, wenn, wenn das Wörtchen Wenn nicht war?

Wenn die Zukunft des Freibads nicht noch immer in der Warteschleife der Spekulationen festkleben würde, wenn endlich entschieden wäre, ob die Daumen-Gymnastik von Bäder-Beirat und Politik nach unten oder nach oben geht. Im Psychotop der Freibad-Debatte kommt das Wunschkonzert der Förderer gerade recht. Es produziert Stimmung. Es schürt Interesse. Es schafft Nähe.

Mit dem Fell des Bären, der zwar gesehen, aber noch nicht erlegt worden ist, kommt man schlecht durch den Winter. Also erst das Schicksal des Freibads beantworten lassen und dann nach den Wünschen fragen, weil, umgekehrt ist nämlich schlecht. Dass beim großen „Wünscht-Euch-was" der Wunsch nach einem Sprungturm hervorsticht, mag dem Drang nach Höhe und unserer chronischen Schwäche geschuldet sein, für das kurze Wimpernzucken eines Sprungs den Helden in uns geweckt zu haben. Oder ist der oft gewünschte Sprungturm als Rufzeichen und Bitte zu verstehen? Wir haben ja in diesem schönen Freibad eigentlich schon alles. Nur tut uns einen Gefallen: Sorgt dafür, dass das so bleibt.

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“Klinik am Park“. Renommee. Dr. Schimanski. Know-how-Tourismus. „Ear-sinnig" kompetent: Kompliment englischer Uni-Ärzte im Angesicht dessen, was sich jenseits der OP-Türen im HNO-Bereich der Klinik an Operationstechnik auf höchstem Niveau vor ihren Augen vollzog.

Der gute Ruf des Brambauer Facharztes Dr. Goesta Schimanski lässt das Transparent mit dem Kliniknamen wie einen bunten Herbstdrachen steigen und übermütig an den Wolken kitzeln. Gut sichtbar. Gut vermarktbar. Gut verwertbar in wirtschaftlich ach so schlecht bewerteten Zeiten.

Schimanski ist für die Klinik ein Zugpferd mit goldenen Tresen und raumgreifenden, in die Zukunft vorpreschenden Galoppschritten. Die englischen Mediziner verblüffte unser duales Versorgungssystem aus niedergelassenen und angestellten Krankenhaus-Ärzten. So, wie unsereiner seit jeher mit Staunen auf die Normen des englischen Gesundheitswesens reagiert, wonach es keine niedergelassenen Ärzte gibt. Wohl aber solche, die gerne dazulernen. Selbst, wenn sie dafür nach Brambauer kommen müssen. Klinik. Renommee. Zukunft. Das passt.