Sprechstundenzeiten

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Mittwoch, 5. Januar 2005

Brambauer. Im Deutschen Museum im fernen München läuft derzeit eine Sonderausstellung. „Leben mit Ersatzteilen" heißt der Titel, unter dem dargestellt wird, was heute in der modernen Medizin möglich ist. Mit dabei ist ein Beitrag aus Brambauer.

Der bekannte Hals-Nasen und Ohrenarzt Dr. Goesta Schimanski steuert zu der Ausstellung einen filmischen Beitrag über eine von ihm im Krankenhaus Brambauer durchgeführte Operation bei. Dr. Schimanski arbeitet zugleich als Belegarzt für das Krankenhaus. „Üblicherweise stammen solche Vorstellungen von großen Herstellern der Medizintechnik", sagte er gestern. Da sich aber offensichtlich über den Eingriff so leicht dann doch kein filmisches Informationsmaterial finden lässt, war das Deutsche Museum auf der Internetseite des Brambauer Arztes fündig geworden und hatte sich mit ihm in Verbindung gesetzt. Der Arzt sieht in der Anfrage eine „schöne Bestätigung der Arbeit, die wir hier im Krankenhaus Brambauer insgesamt durchführen".

Der operative Eingriff, der seit dem 8. Mai und bis Juni 2005 in der Ausstellung in München zu sehen ist, ist eine Routineoperation. Zwischen 80 und 90 Mal pro Jahr führt Dr. Schimanski, den Patienten aus der gesamten Bundesrepublik aufsuchen, diese Operation durch. Konkret handelt es sich dabei um eine Steigbügeloperation. Der Steigbügel ist der kleinste Knochen des menschlichen Körpers und überträgt die Schallschwingungen auf das Innenohr. „Wenn er festwächst, ist eine Übertragung nicht mehr möglich, und deshalb wird der kleine Knochen durch eine Titanprothese ersetzt", erklärte der Mediziner.

Insgesamt führt das in diesem Jahr im Krankenhaus gegründete „Zentrum für Mittelohr-Chirurgie in Lünen-Brambauer" rund 600 Operationen durch. „Mitte Juni steht Dr. Schimanski dafür ein neues Operationsmikroskop zur Verfügung, das die Abläufe eines Eingriffs digital archivieren kann", sagte Peter Ziepke, kommissarischer Leiter des Krankenhauses. Die Kosten: rund 40000 Euro.
Ungeklärt ist weiter die Frage nach einem neuen Verwaltungschef. Die Ausschreibung läuft noch bis zum 3. Juni, so Peter Ziepke.